Ziele Wasserbau

220 Weiher und Kleinseen, 1364 km Flüsse und Bäche, 536 km2 Wasserfläche des Bodensees - der Thurgau ist ein wasserreicher Kanton. Dazu kommen grosse Vorräte an Grundwasser. Unsere Gewässer prägen nicht nur die Landschaft. Als Lebensraum für Abermillionen von Lebewesen umfassen sie sowohl das Wasser als solches, als auch Sohle und Uferstreifen. Die Erhaltung des Lebensraumes in und um und für die Seen, Bäche und Flüsse dient auch dem Schutz des Menschen vor Hochwasser.

Der beste Schutz vor Hochwasser und dessen Schäden ist die Vorsorge. Dazu gehören guter Unterhalt, Korrektionen wo nötig, raumplanerische Massnahmen, und Renaturierungen. Damit werden Durchflussprofile und Raum für den Bach oder Fluss gewährleistet, so dass auch hohe Wassermengen abfliessen können. Eingriffe in dieses Durchflussprofil, wie z.B. Brücken, Wehranlagen etc. sind deshalb bewilligungspflichtig. Die Umsetzung des Hochwasserschutzes bedingt das Setzen und Priorisieren von Schutzzielen. Oberstes Ziel ist der Schutz des Menschen, des Trinkwassers und der Infrastrukturanlagen. Eingriffe sind jedoch als Ganzes zu planen und zu realisieren. Technische Massnahmen und ökologische Aufwertungsmassnahmen müssen sich zum Wohle aller ergänzen.
Im Thurtal dienen die Analysen der Extremereignisstudie die Thur - eine unberechenbare Grösse als geeignete Grundlage. Leitplanken für die 2. Thurkorrektion setzt das "Konzept 2002".
Auch am See sind aus diesem Grund Eingriffe in die sogenannten Hochwasserprofile verboten, resp. bewilligungspflichtig. Dazu gehören Stege, Mauern, Leitungen, Masten, Badehäuser, Schlipfe, Plattenwege, Treppen etc. Um Schäden an Bauwerken gering zu halten, lohnt es sich, bei der Planung die Ausdehnungen und Häufigkeiten möglicher Hochwasser mit zu berücksichtigen.


Verantwortlichkeiten
  • Flüsse: Kanton 
  • Bäche: Gemeinden 
  • Kleinseen und Weiher: Anstösser 
  • Bodensee, Ufersicherung: Anstösser 
  • Bodensee, Unterhalt der Ufer: Gemeinden

Zuständigkeiten / Kontakt